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Willkommen auf meiner Webseite.
Sie erfahren einiges über mich und meine Interessen
sowie mein Engagement –
und ich freue mich über Ihre E-Mail.

 

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Engagement


Bürgerinitiative Raschplatz e.V.

http://www.pavillon-hannover.de/


Deutsch-Griechische Gesellschaft Hannover

http://www.dgg-hannover.de/


Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kirchrode e.V.

http://www.ff-kirchrode.de/de/


 

seit 2015

Prüferin der öffentlichen Hand im Arbeits- und Hauptausschuss der FSK Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH


2006 – 2013

Mitglied im Beirat der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover


2001 – 2006

Ratsfrau im Rat der Landeshauptstadt Hannover

 






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Zur Person


Eleni Mourmouri

geboren 1962 in Drama

wohnhaft in Hannover

parteilos

Politikwissenschaftlerin M.A., Volljuristin

Angestellte Stadt Laatzen

 



 

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22. März 2017

SKG

Angeliki und Pigi haben das Trauerjahr eingehalten und schwarz getragen.

Dienstleister*innen: Ich habe sie auskunftsfreudig, freundlich und hilfsbereit erlebt – bis hin zu an die Hand nehmen.

Jahrestage: Nach dem 30. Geburtstag, ein Sonntag, auf dem hannoverschen Messegelände, dem 40., ein Mittwoch, in der vierstündigen Sitzung des Schulausschusses im Rat der Landeshauptstadt Hannover, war es Zeit meinen 55. am Strand zu begehen, mit Kolleg., Auswahl an Fisch, Meeresfrüchten und Salaten, griechischem Bier und τσιπουρο (Tresterschnaps). Die Schokoladentorte gab es nebenan auf der Terrasse mit Glückwünschen, auch des Personals, und Meeresblick.

Griech*innen: Staunen darüber, dass ich meine Berufe nicht ausübe, Befremden, dass ich nicht mit Billigflügen ins europäische Ausland fliege und Bewunderung für meine (Erwerbs-)Biografie. 

Κηπος: Der städtische Garten, grün und wasserreich, mit Hinweis auf das antike Drama (Hydrama).

Kolleg.: Griechinnen und Griechen, die zu Bürozeiten vermeintlich müßig im Café sitzen, sind Anwältinnen und Anwälte, die des Prozessbeginns harren; der/die Referendar(in) wartet im Sitzungssaal, bis die Sache aufgerufen wird und gibt zuvor Zeichen. Gerichte, namentlich Justizgebäude Thessaloniki, muten wie die αγορα an: ständiges Kommen und Gehen, Austausch und Gespräche allenthalben, Flure, Gänge, die das Leben und mitunter auch Lebensfreude abbilden.

Μανδριτσα: Nachkommen der Minderheit der Arvaniten (Αρβανιτες), die im Osmanischen Reich, heute südöstliches Bulgarien, dort zweisprachig (Αρβανιτικα und Ελληνινκα) lebte, erinnern jährlich an die Vertreibung (1913), mit Essen, Trinken und Tanz – ich war diesmal dabei. Ob da was dran ist, an Heimat? Sachdienliche Hinweise sehr gern an mich: Bereicherung und Wurzeln eignen sich nicht – ich räume niemandem die Deutungsmacht darüber ein, ob meine Existenz zum Nutzen gereicht und entziehe jeder Person die Generosität über meine Provenienz à la die brauchst du nicht zu vergessen.

Μες απο τη Δραμα; - in der Tat, ich wurde in Drama geboren, nicht zehn Kilometer südlich der bulgarischen Grenze (Nevrokopi), so wie auch Soultana. Jannis zog 14-jährig von Nikotsaras zur Berufsausbildung dorthin.

Mobilität: Ich habe Thessaloniki, wenn nicht durchpflügt so doch er-fahren – mit den Buslinien 10,12,13,22,23,30; die Linie Busbahnhof-Flughafen kostet aktuell 2 EUR. Drama lässt sich ohnehin zu Fuß entdecken und schätzen, so wie Soultana (30) und ich (4) es anlässlich des Besuchs ihrer Tante ehemals machten – bis zu 30' von Καισαρειας 3 bis zum Stadtrand, meint neben Kaserne & Gärten (bahçe).

WiFi free: Jeder Kiosk bietet es an, auf Nachfrage nennen Kellner*innen in Bars und Cafés das Passwort, meist die Festnetznummer; Κ.Τ.Ε.Λ. druckt es auf die Busfahrkarten, der Empfang während der Fahrt gut.

Χενια: Das Hotel http://xeniadrama.gr/ am Rande des städtischen Gartens und 3' vom Busbahnhof, also im Stadtzentrum gelegen, war mir ein guter Stand- und Startort; zum καφε auf der Terrasse mit Blick auf Αγ. Βαρβαρα-See eignet sich das http://www.hydramagrandhotel.gr/en /, luxuriös, im ehemaligen Tabaklager (πρωην καπναποθηκη).

Zufall: Ich habe den Rechtsanwalt Thessalonikis gesehen, im Interview am Eingang des Justizgebäudes und am folgenden Tag im Café mit Mandanten; groß gewachsen, das Haupt im Übergang von grau meliert zu weiß, Maßanzug. Den Mann, der in der selben Gegend um Geld für seine Familie bittet, wir haben kein Brot zu essen, nicht metaphorisch vielmehr tatsächlich, traf ich am nächsten Tag am Busbahnhof – darauf angesprochen, nannte er mich aufmerksam.

 

12. August 2016

Ich verteile meinen Flyer, erhalte Zuspruch für meine Kandidatur als Einzelbewerberin und Zustimmung für meine Auszeiten von der Parteipolitik.

 

 

 

 

 

23. April 2014drama_2_web

Angeliki ist noch einmal Studentin geworden: Sie hat während meines einwöchigen Besuchs neben ihrer Arbeit als Justiziarin in der Nationalbank für die schriftliche Prüfung zur Mediatorin gelernt und diese auch bestanden; div. Tassen Kaffee und sonstiges Kulinarische haben wir an all den Tagen in Thessaloniki gleichwohl zusammen und auch mit ihrer Familie gehabt und sehr genossen.

[Blau] ist das Feinkostgeschäft am Platze, dort werden Brot, Kuchen/Torten, Vorspeisen per 100 g verkauft; Angeliki hat mich zu allerlei Köstlichkeiten bei Bier/Wein eingeladen: Alles lässt sich auch an den Tischen vor dem Eingang genießen …

Artemis, meine Schulfreundin (1.-4. Kl.) habe ich nach 1971, erstmals 1998 in Thessaloniki und wieder dies Frühjahr gesehen; der Umstand, dass sie mit einer Meniskusverletzung Zuhause sitzt, hat uns beiden einen Tag lang Gespräche, Einsichten und Freude gebracht, u.a. was ich bisher nicht wusste: Sie ist in Weßling/Starnberg geboren und dreijährig mit ihren Eltern nach Drama gezogen.

Griech_innen erzählen (ungefragt) von ihren Anteilen an Flurstücken, Grundstücken, Immobilien. Artemis meint, sie erwarten Bewunderung für das was sie erarbeitet, geerbt, ergaunert haben, Eurostat veröffentlicht regelmäßig, Wohneigentum ist in Griechenland mit am höchsten.

Gewöhnlichkeiten, wie ich sie kenne, habe ich im Urlaub auch gehabt: Museumsbesuch (das archäologische in Drama) und die Ausstellungseröffnung Ansichten Dramas (Kohle, zu manchen Werken auch die Skizzen); der Künstler (Architekt) hat in Italien studiert, zählt sich zur Generation Polytechnikum (1974/Athen - Sturz der Junta) und ist seitdem mit der langjährigen KKE-Chefin Papariga (gr. Kommunisten) befreundet; ich habe zuvor Avanti Popolo, Bandiera rossa angemerkt - für irgendwas ist frau ja zur Schule gegangen, nicht?

Histaminhaltige Lebensmittel, wie sie die Liste meiner Internistin enthält und die seit Feb an der Küchenwand hängt, habe ich in Griechenland selbstredend nicht vermieden: Die Aussicht jedoch in Hannover statt Rot- Weißwein und anstelle von Sekt Champagner zu probieren, schreckt mich nicht.

Nikoletta, 20, war mir eine sehr nette Rückreisebegleiterin, im Bus saßen wir nebeneinander: Grazerin mit Oma und weiterer Verwandtschaft in Drama, wo sie Ostern verbracht hat, Eltern gr./österr., studiert in Steier an der FH Global Sales Marketing; vom Busbahnhof sind wir zusammen zum Flughafen weitergefahren und haben auch dort noch eine gute Stunde Zeit zum Gespräch gehabt. Eine schöne Reise-Erfahrung für mich!

Nikos Party an seinem 50. Geburtstag war sehr schön, Cousins und Cousinen mit ihren Kindern, gutes Essen, kühler Wein, Torten inkl. Kerzen, kl. Geschenke - mein Bruder hat gestrahlt!!! Und ich hatte meinen Auftritt: Weiße Jeans, buntes Shirt, Pumps, Statement-Kette; mein Erscheinen c.t. bedingte, dass ich der letzte Gast war und alle mich erfreut und mit großem Hallo begrüßt haben.

Reminiszenzen, die in der Vergangenheit meine Urlaube in Nordgriechenland beeinträchtigt, mitunter verhindert haben, habe ich dies Frühjahr zurückgelassen; in manchen Gesprächen ist mir die nochmalige Aufarbeitung meiner griechischen Jahre als junge Frau geglückt. Wertvolle Hinweise und nicht zuletzt Metaxias Taufe, der Enkeltochter meines Cousins am Ostermontag im Dorf meines Vaters, haben mir sehr schön und überdeutlich vor Augen geführt, dass zwei Generationen Frauen geboren sind, die das heutige Griechenland prägen und auch anders aussehen lassen als etwa 1984.

Shopping war in den gut zwei Wochen, die ich in den beiden Städten war, auch drin: Schmuck, schöne, handgeschmückte Osterkerzen für meinen Bruder und meine Neffen für den Ostersamstag, ein erneut untauglicher Versuch, eine Handtasche zu erwerben und am Flughafen dann einen Osterzopf.

Strähnchen machen sexy, auch mich; Jan hat sich all die Jahre meinem nicht immer ernst gemeinten Wunsch danach widersetzt, diesmal war er dran: Meine letzte gute Tat, vor dem Kofferpacken, war der Besuch in seinem Salon - in Nordgriechenland gab´s dann zahllose Komplimente von jung und alt. Zwei weitere Friseurbesuche in Drama und Thessaloniki haben mich während des Urlaubs stylisch und von Waschen/Föhnen unabhängig gemacht.

Studierende, männliche zumal, leben speziell: In den Semesterferien suchen sie ihr altes Kinderzimmer auf und schlafen dort am Tage, erscheinen gegen sechs/sieben am Abend und greifen sich was zu essen, um damit erneut ins Zimmer zu gehen, kommen kurz vor Mitternacht raus, machen sich schön zum Date mit Kumpels, am frühen Morgen kehren sie zurück, um sich ans Web zu setzen, Poker, Pornos pp., am (eigentlichen) Morgen gehen sie ins Bett - ihre Beteiligung am Alltag der Familie eher gering ; ihre Mütter reisen nichts desto weniger alle Wochen in die Uni-Städte, um die studentischen Wohnungen der Kinder zu putzen und herzurichten.

Zeus, Angelikis Familienhund, war vor zwei Jahren wenige Wochen alt und wir haben alle im Ferienhaus am Meer ihm die Übungsdecke zum Beinheben beigebracht; nunmehr ausgewachsen hat er an den ersten Tagen morgens vor der Tür meines Zimmers gewartet und ist mit mir im Aufzug zum Frühstück gefahren, am Tisch hat er mir mit sehr treuen Augen seine Wünsche mitgeteilt, nämlich ihn zu streicheln - zum Dank lag sein Kopf auf meinen Schoß.

 

 

19. August 2009

Glaub mir, ich liebe das Leben ... (Vicky Leandros)


 

 

 

12. Oktober 200MUC6

Geschätzte Eleni,

also ist der Tag gekommen, da ich die versprochene Charakterstudie abliefere:

Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! (Jesaja, 51,7).

Zu beginnen mit der Sprache. Die ist mir gegenüber locker, parataktisch, wogegen sie selbst gegenüber näheren Bekannten syntaktisch ausschweifend sich zeigt bis ins Enigmatische, mit langen Hinführungen, Nebenbemerkungen und Parenthesen. Die Sprache zeigt keine Reste mir bekannter Mode-Idiome eines vergangen Jahrzehnts (jedes Jahrzehnt hat so seine typischen Ausdrücke, welche die Leute aus ihrer Jugend in Spuren in ihr späteres Leben mitnehmen; man vergleiche nur die folgenden Steigerungsmöglichkeiten von Adjektiven: sehr, ganz, ziemlich, wirklich, echt, total, super - sie sind nach Alter ihrer Verwender verteilt). Lediglich der grünalternative Kompassiativ, der Betroffenheitsmodus des Verbs, kommt gelegentlich vor: Er beginnt mit "Es", um eine gewisse Allgemeinheit zu beanspruchen, gesellt dem aber ein "mir" oder "mich" (manchmal auch "uns") bei, das deutlich macht, dass es doch nur um die eigene Befindlichkeit geht: Es ist mir wichtig, dass ..; es macht mich betroffen, dass ..; es stört mich total, dass ...; Sonst aber das reinste gesprochene Schriftdeutsch, wie gesagt aber nicht immer mir gegenüber.

Von der Sprache zur Symbolik: Für den Psychoanalytiker ist das Unterbewusste symbolisch strukturiert, sie erschafft sich diese Symbolik bewusst (wenn auch nicht ungezwungen) und hofft so, ihr Un- oder Unterbewusstes zu leiten und gefügig, stille, erlebbar zu machen. Sehr äußerliche Handlungen (anderer und ihrer selbst) werden dann für sie Befreiungen, Abschiede, Erweckungen, Verschwörungen, Bezwingungen, genehmes Wohlwollen, das Betreten des Rathauses und der Rolle der Ratsfrau ein Betreten eines geschützten Raumes. Das erfordert gewiss Mut und innere Strenge, aber auch eine Energie, die sich nicht in Schwelgen, Ausschweifung usw. so leicht zeigen darf. Es erfordert auch eine gewisse Selbstsicherheit, meine Belehrungen über sich ergehen zu lassen, die regelrechten Referate eines Jüngeren. Dabei ist sie ja auch eine Lehrerin, die den Leuten die Welt erklären kann; das kann man vor allem, wenn nicht alles selbstverständlich ist. Als Selbstverständlichkeiten würden sich anbieten: Bildungsbürgertum (das kann man sich nicht aussuchen, und so konnte sie "nur" eine gute Aufsteigerin werden - dass die Verhältnisse nicht so sind, dass wissen wir seit Bertolt Brecht), Ethnokitsch oder Ethnoproletariat), Religiosität, verkörperte Multikulturalität, linke Selbstgewissheit und grüne Betroffenheitslyrik (Bemutterung von Migranten etwa).

Es gibt natürlich so Äußerlichkeiten, über die kann man sich verwundern, zwei Handys oder die Notwendigkeit, öfter mal neue Fotos machen zu lassen. Man muss allerdings einräumen, dass das alles wohlüberlegt von statten geht und überdies sie mit ihrem zielführenden Stilunbewusstsein in letzter Zeit eine erhebliche Verjüngung geschafft hat. Diese Mischung aus der genannten Gefühlspolitik (Politik zur Ordnung und Deutung der Gefühle) und ihrer ideologischen Rechtfertigung (eine Lebensformenpolitik - Politik, die Freiheit der Lebensformen in Anspruch nimmt und im zweiten Schritt die Freiheit zu ermöglichen hilft) hat ihre Härten, aber sie hält daran keinesfalls nur aus Trotz fest. Sie kann aber immer auch zum Erfolg führen, denn ganz ohne Bewunderer ist diese Haltung nicht. Die Bühne dafür ist nicht zuletzt der Vortrags- und Kulturbetrieb der Landeshauptstadt, wo sie dem Teil des Publikums angehört, der aus Interesse kommt, nicht interessegeleitet oder wegen einer pauschalen Selbstvergewisserung, dass man sich irgendwie für hochstehende Dinge interessiert.

Politik als Beruf ist bei Max Weber das Bohren dicker Bretter, der gute Politiker ein Charakter, der geeignet durch seine richtige Mischung aus Gesinnungs- und Verantwortungsethik. Politik ist oder war ihr auch ein Beruf, aber er handelt von der Kunst, dicke Bretter vor Köpfen unter strenger Wahrung der Gesinnung zu umgehen, und wenn man dafür sehr weit gehen muss. Immer am gleichen Brett zu bohren ist nicht ihre Gesinnung, das ist reine Technokratie, das können andere machen (selbst die Verwaltung verwaltet in ihrer Vorstellung nicht, sondern gestaltet). Lieber intensiv nachsinnen, dann fast wie besinnungslos arbeiten und am Ende sich auf die eigenen Kräfte besinnen und beiseite treten.

Dies also meine Einfälle, die es zu diskutieren gilt.

Herzliche Grüße einstweilen

B